Die Trotzphase bei Kindern mit 11 Tipps

„Hilfe, mein Kind mit 3 Jahren hört nicht, ist aggressiv, schlägt und spuckt“ - Ein Hilferuf, der sowohl bei mir im Coaching als auch in den sozialen Netzwerken oder bei Elterntreffen keine Seltenheit ist. „Wo ist nur mein einst so friedliches Baby hin?“ Ja, das fragen sich nicht wenige Eltern, wenn das Kleinkind plötzlich wegen Kleinigkeiten wütend wird, das elterliche Nein nicht akzeptiert, wegläuft, Regeln bricht und nicht kooperiert, Sachen herumwirft oder Schläge verteilt. Was ist da los? Warum tut es das?
Trotzphase Kinder

Herzlich willkommen in der sogenannten Trotzphase

In diesem Artikel geht es darum, dass du Antworten bekommst auf Fragen zur Trotzphase und Wissen dazu sowie Tipps erhältst, damit du dein Kind in dieser Entwicklungsphase besser verstehen kannst und dir es einfacher gelingt, in Beziehung zu bleiben.

Bedeutung der Trotzphase - Was ist das?

Je älter Kinder werden, umso mehr gehen sie ihren eigenen Weg. Sie lösen sich Schritt für Schritt von ihren Eltern und Bezugspersonen ab, entdecken ihr eigenes Ich, ihre eigenen Bedürfnisse und ihren eigenen Willen sowie den Gegenwillen und bringen dies alles zum Ausdruck. Doch was, wenn die Umsetzung nicht erfolgen kann wie geplant? Wenn die Eltern den kindlichen Plan durchkreuzen oder Anforderungen stellen und damit die kindlichen Wünsche und Ziele nicht erreicht, die Bedürfnisse nicht erfüllt werden? Oder auch die eigenen Fähigkeiten noch nicht ausreichen? Das Kind versteht die Welt nicht mehr, verzweifelt und reagiert teils heftig. Es schreit, weint, wirft Sachen umher, ja schlägt und beißt vielleicht sogar. Das elterliche Nein wird nicht mehr einfach akzeptiert wie es im Babyalter der Fall war und das Beruhigen fällt ebenfalls wesentlich schwerer, wenn es denn überhaupt gelingt.

Viele Eltern sind dadurch verunsichert und fragen sich: „Haben wir in der bisherigen „Erziehung“ etwas falsch gemacht?“, „Ist aus unserem Kind nun ein Tyrann geworden?“, „Wo soll das nur noch hingehen?“, „Braucht es mehr Härte und Konsequenzen?“ Sie machen sich Sorgen und Schuldvorwürfe und manche Kommentare von Außenstehenden tun ihr Übriges dazu. Dabei gehört dies alles zur natürlichen kindlichen Entwicklung dazu.

Die Trotzphase ist ein wichtiger Entwicklungsprozess im Leben eines jeden Menschen. Sie beschreibt den Weg hin zum Ich-Bewusstsein und damit der Erkenntnis des eigenen Willens und der Ausprägung der Autonomie, weshalb sie eben auch als Autonomiephase bezeichnet wird. An dieser Stelle anmerken will ich, dass dieser Begriff aus der Entwicklungspsychologie kommt, meiner Meinung nach neutraler ist und sehr viel besser beschreibt, was beim Kind vor sich geht, da dabei die Autonomie, das Streben nach Selbstständigkeit und Unabhängigkeit im Mittelpunkt steht und nicht der Trotz, sprich Widerstand. Dennoch verwende ich meist die Bezeichnung Trotzphase, da diese umgangssprachlich bekannter ist.

Wann beginnt die Trotzphase?

Irgendwann im zweiten Lebensjahr beginnt die Trotzphase bei Kindern. Allerdings entwickelt sich jedes Kind individuell, was bedeutet, dass manche Kinder früher und andere später ihre ersten Trotzanfälle erleben. Beispielsweise habe ich bereits Eltern beraten, deren Kind zeigte schon sehr frühzeitig typisches Verhalten des Autonomiestrebens und andere Kinder sind wiederum erst mit über drei Jahren in der Autonomiephase angekommen. Scheint es, als würde das Kind diese Phase komplett überspringen, so kommt es meist dazu, dass die nächste Entwicklungsphase (die sogenannte Wackelzahnpubertät) umso intensiver durchlebt wird. Das ist allerdings auch kein Muss!

Voraussetzung der Trotzphase sind, dass erstens das Kind sich ohne das elterliche Beisein auf Entdeckungstour begeben kann, wozu es die motorische Entwicklung braucht (sicheres Krabbeln bzw. Laufenlernen) und zweitens es sich auch dazu bereit fühlt, was eine bisher sichere Bindungsbeziehung zu den Eltern bzw. Bezugspersonen voraussetzt. Drittens muss die sprachliche Entwicklung soweit vorangeschritten sein, dass das Kind seine Wünsche und seinen Willen durch Worte ausdrücken kann („Will haben“ oder „Nein, nicht“).

Wie lange geht die Trotzphase? Wann ist sie vorbei?

Die Länge der Trotzphase ist ebenso individuell wie der Beginn als auch die Ausprägung der Intensität. Im Grunde dauert diese Entwicklungsphase so lange an, bis das Kind seine Emotionen besser kontrollieren und in Worte fassen kann und nicht mehr stark impulsiv reagiert und sich völlig überfordert damit fühlt. Meist reagieren Kinder mit etwa 5 bis 7 Jahren wesentlich entspannter, wenn sie ihren Willen nicht nach ihren Vorstellungen durchsetzen können oder es nicht so gelingt wie gedacht. Allerdings beginnt in diesem Alter auch die nächste Entwicklungsphase, die Wackelzahnpubertät und es kann zu Verschmelzungen der beiden Entwicklungsphasen kommen, wodurch eine klare Trennung nicht möglich ist.

Warum ist die Trotzphase wichtig?

Die Erfahrungen, die Kinder in der Trotzphase machen, prägen das weitere Leben dieses Menschen maßgeblich, da sie einen hohen Einfluss haben auf das Urvertrauen, den Selbstwert und das Selbstbewusstsein.

Unter anderem erkennen Kinder in dieser Ablösungsphase, dass ihr Verhalten Einfluss auf die Umgebung hat, dass sie Individuen sind und abgetrennt von der Mutter, dem Vater oder der Bezugsperson agieren können. Nach und nach erfolgt die Abgrenzung und Loslösung des Kindes, es merkt, dass es selbst Entscheidungen treffen kann und will dies auch so oft wie möglich tun. Jeder Mensch kennt in diesem Zusammenhang die kindliche Aussage: „Will selbst machen“ oder „Ich will aber“ oder den Ausdruck des Gegenwillens: „Nein“, „Doch“, „Lass mich“.

Des weiteren bilden sich in dieser Entwicklungsphase Grundlagen und wichtige Fähigkeiten aus, die im Alltag und dem sozialen Miteinander bedeutend sind. Nicht selten kollidieren die Pläne der Kinder mit den Vorstellungen, Interessen und Wünschen der Mitmenschen, allen voran den Eltern bzw. sind einfach die Bedürfnisse dahinter gegensätzlich. Oder es scheitert an fehlenden Mitteln. So kommt es, dass das Kind damit konfrontiert wird, dass dessen Plan nicht ausgeführt werden kann oder zumindest abgewandelt werden muss. Da das Kind jedoch erst lernt, dass es Alternativen gibt oder manchmal es auch einfach nicht anders geht, erzeugen diese Gegebenheiten Enttäuschung, Trauer, Wut oder auch Angst. Daraus entsteht Stress und um diesen gut auszuhalten sowie die aufkommenden Gefühle annehmen und steuern zu können, braucht es soziale Kompetenzen wie Frustrationstoleranz, Impulskontrolle und Emotionsregulation. All das muss sich erst entwickeln und Kinder benötigen dazu die feinfühlige Unterstützung der Eltern bzw. Bezugspersonen.

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Ursachen der Trotzanfälle

Ein Kind, was seinen Unmut kundtut, einen Wutanfall bekommt oder auch aggressive Verhaltensweisen zeigt, hat nicht die Absicht, den Eltern, Bezugspersonen oder generell seinem Umfeld Schaden zuzufügen. Nein, es gerät eher in eine Art Panikzustand, aufgrund völliger Frustration.

Der Sprung vom Baby zum Kleinkind erfolgt mit großen Schritten. Das Kind erlebt einen gewaltigen Schub an Selbstständigkeit durch seine motorische sowie sprachliche Weiterentwicklung und das wirkt sich selbstverständlich positiv auf das Selbstbewusstsein aus. So kommt zur Erkenntnis der Ich-Identität das steigende Autonomiebestreben als auch die Selbstbestimmtheit dazu und die neuen Möglichkeiten sowie Wünsche und Ziele will das Kind ab nun eigenständig verwirklichen und erreichen. Doch klappt die selbstständige Umsetzung manchmal eben nicht so wie vom Kind geplant, aufgrund fehlender Fähigkeiten und/oder Fertigkeiten (die Länge der Arme fehlt, zu wenig Kraft oder Ausdauer etc.) oder wegen Mitmenschen, die Verbote aussprechen und das kindliche Handeln durchkreuzen. Auch können dahinter die unpassenden Umständen, die nicht zu ändern sind (Banane hat schwarze Flecken, Eis ist ausverkauft usw.) stehen oder es entstehen Missverständnisse zwischen Eltern bzw. allgemein Erwachsenen und Kind, wegen der noch fehlenden sprachlichen Möglichkeiten. Ein weiterer Punkt für Frustration ist, wenn Erwachsene verlangen, dass das Kind etwas tun soll, was es allerdings nicht will oder auch einfach nicht (mehr) kann, da die Kraft zu weiteren Kooperationen schlichtweg fehlt.

All diese Tatsachen führen zur Nicht-Erfüllung der kindlichen Bedürfnisse, die hinter dem Verhalten stehen, und können dafür sorgen, dass das Kind sich völlig überfordert und verzweifelt fühlt und von seinen Gefühlen überrollt wird. Der umgangssprachlich sogenannte Trotzanfall ist da.

Verhält sich mein Kind normal?

Das Ausleben und die Intensität der Frustration während eines Trotzanfalls variiert stark von Kind zu Kind. Dies ist abhängig von dessen emotionalen sowie sprachlichen Entwicklung, dem individuellen Temperament, die jeweiligen Umstände der Situation als auch dem Umgang der Eltern und Bezugspersonen mit dem Kind in diesen Momenten sowie allgemein im gemeinsamen Miteinander.

Manche Kinder zeigen ihre Gefühle auf und nach etwa drei Minuten Begleitung sind diese wieder beruhigt, andere beruhigen sich erst nach einer halben, dreiviertel oder gar ganzen Stunde. Ebenfalls ist die Art und Weise des kindlichen Verhaltens in diesen Momenten verschieden. Schreien, weinen und strampeln sind wahrscheinlich den meisten Eltern bekannt, doch Kinder können auch heftiger reagieren, bspw. indem sie sich mit Wucht auf den Fußboden schmeißen, die Hände, Füße oder den Kopf an die Wand oder den Boden schlagen, schreien bis das Gesicht rot oder blau anläuft oder Dinge zerstören. Die intensivste Zeit der Autonomiephase ist etwa mit 2,5 bis 3,5 Jahren, in der sich auch die kindliche Aggression am deutlichsten zeigt. Oft wechselt die Wut irgendwann eher in Trauer um und es laufen viele Tränen und manchmal wechseln sich verschiedene Gefühle auch immer wieder ab. Und dann gibt es auch Kinder, die sich still zurückziehen und nicht mehr sprechen.

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Trotzphase Kinder

Wie sollte ich bei einem Trotzanfall reagieren?
11 Tipps bei kindlicher Frustration

1. Ruhe bewahren
Um möglichst ruhig reagieren zu können bei einem Trotzanfall deines Kindes, ist es hilfreich, bei dir selbst zu bleiben. Nimm das Handeln des Kindes nicht persönlich, auch wenn es nach dir schlägt oder dich beschimpft. In diesen Momenten hat es einfach (noch) keine andere Möglichkeit gefunden mit diesen Gefühlen umzugehen. Steig nicht mit ein in diese heftigen Gefühle und mach dir bewusst, dass das Kind sich gerade nicht anders verhalten kann. Im kostenfreien Minikurs findest du zu diesem Thema weiteren Input und auch unsere geschenkten Inspirationskarten können dir behilflich sein im Alltag.

2. Unterdrücke nicht die Emotionen des Kindes, sondern biete Möglichkeiten an
Das Kind sollte seine Gefühle ausdrücken dürfen, denn das ist wichtig für die psychische wie physische Gesundheit. Doch es sollte sich selbst sowie andere nicht gefährden und da gilt es, dass du als Elternteil bzw. Bezugsperson entsprechend agierst. Biete Hilfestellungen an und zeige verschiedene Strategien zur Emotionsregulation auf. Das kann beispielsweise ein Kissen sein, in welches reingeschlagen werden darf, ein sanfter Ball, der umher geworfen werden oder ein Tuch, in welches das Kind hinein beißen kann.

3. Sei Vorbild

Kinder lernen von ihren Eltern und Bezugspersonen. Sei dir deiner Vorbildfunktion bewusst und lebe deine Emotionen kontrolliert aus, ohne dir selbst oder andere psychisch wie physisch zu schaden. Vielleicht wendest du auch Strategien an, die dein Kind (kommt natürlich auf das Alter an) für sich umsetzen kann, beispielsweise langsames Zählen bis 20, das Anschreien eines Gegenstandes, das kreative Ausleben von Gefühlen in freier Gestaltung oder auch in Malbücher.

4. Zeig Verständnis und nimm dein Kind ernst
Die starre Einteilung in den verschiedenen Entwicklungsphasen lässt manche Eltern oder allgemein Erwachsene von vornherein passiv werden. Schnell ist gedacht oder gesagt: „Ach, Emil ist jetzt in der Trotzphase, da kann ich eh nichts machen“ oder „Mia muss sich erst ausbocken, dann geht’s wieder.“ Doch das stimmt nicht! Das Kind hat in den Momenten der Wut, Trauer, Frustration ein Problem, das gelöst bzw. Bedürfnisse, die erfüllt werden wollen und das Kind will ernstgenommen und wahrgenommen werden. Es braucht besonders in diesen herausfordernden Zeiten verständnisvolle und einfühlsame Begleitung, Hilfe und Unterstützung. Wie diese Begleitung genau aussehen kann, das habe ich im gratis E-Book „Aus Wut wird Liebe – Unsere 5 praxiserprobten Schritte wie du Konfliktsituationen mit deinem Kind harmonisch lösen kannst“ noch genauer beschrieben.

5. Unterstelle deinem Kind die besten Absichten
Ein Kind, dessen emotionale Entwicklung nicht abgeschlossen ist, was impulsiv reagiert, das Spielzeug dem anderen Kind aus der Hand reißt, das elterliche Nein ignoriert und wegläuft, die volle Tasse herunterwirft und dabei lacht, sich tobend vorm Kiosk stellt und bei den Eltern unendliche Schamgefühle hervorruft, ist kein kleiner Tyrann oder Narzisst und es hat auch die Eltern nicht „unter Kontrolle“. Nein! Es agiert bestmöglich und verhält sich entsprechend seines Alters- und Entwicklungsstandes. Es tut alles, um dessen Integrität zu wahren und auf unerfüllte Bedürfnisse aufmerksam zu machen. Ändere deinen Blickwinkel auf das Kind und es wird dir leichter fallen, ruhig zu bleiben und in Beziehung zu gehen.

6. Erkenne, um was es wirklich geht
Hinter dem Verhalten eines Menschen steht immer ein Bedürfnis. Reagiert das Kind heftig, wütet, schreit, weint und tobt, dann will es auf ein unerfülltes Bedürfnis aufmerksam machen und es gilt für dich, dahinter zuschauen und herauszufinden, um was es wirklich gerade geht.

7. Ausprobieren lassen
Kinder sind bestrebt, selbstständig zu handeln und Erwachsene sollten sie darin unterstützen statt stets Verbote auszusprechen. Schaffe Möglichkeiten, in denen dein Kind die Eigenständigkeit zum Ausdruck bringen kann und plane Zeitpuffer dafür ein.

8. Findet gemeinsame Wege
Statt auf dein Nein zu beharren, überlege dir, ob es nicht stattdessen Alternativen, gemeinsame Lösungen oder Kompromisse gibt, die du und dein Kind eingehen könnt. Sei dabei kreativ und experimentierfreudig. Verbinde zum Beispiel unterschiedliche Aktivitäten miteinander, verschiebe Handlungen auf später und beziehe dein Kind mit in die Entscheidungen ein.

9. Konflikte gehören dazu
Mache dir bewusst, dass es in jeder zwischenmenschlichen Beziehung zu Konflikten kommt. Es ist Utopie, zu behaupten, dass in einer Familie alle Mitglieder stets einer Meinung sind und jederzeit die gleichen Bedürfnisse haben. Besonders die Zeit mit Kindern, die gerade ihren eigenen Willen entdecken ist herausfordernd und kann auch anstrengend und nervig für die Eltern bzw. Bezugspersonen sein. Reibung gehört zum Leben dazu und kann Wachstum bedeuten, insofern sich dafür entschieden wird.

10. Bestrafen, Schreien, Auszeiten etc. sind destruktiv
Kein Mensch braucht in Momenten der Frustration Beschimpfung, Bestrafung oder dergleichen. Gewalt, ob psychisch oder physisch, ist destruktiv! Reagieren Erwachsene auf kindliches Verhalten mit solch Druck und Angst machenden Handlungen, richten sie nicht nur Schaden an beim Kind und der gemeinsamen Beziehung, sondern sie erzeugen auch Gegendruck, sodass sich die Situation immer weiter verschärft. Es sind Wege gefragt, die das Urvertrauen, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen des Kindes sowie die Beziehung zwischen Kind und Eltern bzw. Bezugspersonen achten und stärken statt belasten und schwächen.

11. Vergib dir und dann übernimm aktiv Verantwortung
Auch, wenn es nicht sollte, kann dir doch einmal etwas Blödes passieren, beispielsweise hast du dein Kind angeschrien oder doofe Dinge gesagt. Selbstreflexion ist nach diesen Momenten sehr wichtig, ebenso wie das Gespräch mit deinem Kind. Erkläre, warum du so reagiert hast und wie es besser gewesen wäre und sag, dass dir das leid tut. Es ist klar, dass niemand unfehlbar ist, wir alle Menschen sind mit unterschiedlichen Erfahrungen und teilweise sehr schwierigen Vergangenheiten. Fehler machen ist menschlich. Vergib dir und schau nach vorn. Wichtig ist dabei, dass du erkennst, was du ändern kannst und aktiv ins Handeln kommst, was auch bedeuten kann, dass du dir bei Bedarf Unterstützung hinzuziehst, denn Fakt ist: Deine Elternschaft liegt in deiner Verantwortung!

Entscheide dich für die bewusste Elternschaft

Kinder sind abhängig von Erwachsenen und brauchen die Hilfe und Unterstützung, die feinfühlige und geduldige Begleitung der Eltern und Bezugspersonen, um mit Stresssituationen um- und daraus gestärkt hervorgehen zu können. Werden Kinder als Menschen gesehen, denen mit Wertschätzung begegnet wird und legen Erwachsene ihre adultistischen Denk- und Verhaltensweisen ab und fokussieren sich stattdessen auf die Bindungs-, ja Beziehungsqualität, so fühlen sich Kinder wirklich gesehen und wahrgenommen.

Ich weiß selbst, dass es sehr ernüchternd sein kann, immer wieder und wieder Kinder zu begleiten, zu spiegeln, Hilfen und Alternativen anzubieten, Unterstützung zu geben usw. und doch den Eindruck zu haben, dass sich irgendwie keine Entwicklung einstellt. Bei manchen Eltern kommt Ungeduld auf, denn sollte nicht mal langsam ein Ergebnis dieser elterlichen Aufwendungen zu sehen sein? Andere Eltern fragen sich, ob das denn überhaupt alles Sinn macht mit dem bedürfnis- und beziehungsorientierten Umgang auf Augenhöhe und ob es nicht doch besser ist, weniger Wert auf die Beziehung zu legen und mehr Strenge zu zeigen? Aus persönlichen sowie beruflichen Erfahrungen kann ich sagen: Halte den Fokus weiter auf die Beziehung und bleib dran! Menschen sind verschieden und Entwicklung geht nicht auf Knopfdruck. Es braucht viel Zeit, Geduld, Verständnis, Vertrauen und besonders auch Auseinandersetzung mit dir selbst, Selbstreflexion und dein persönliches Wachstum. Nach und nach wirst du erkennen, welche wunderbare Entwicklung dein Kind und auch du gemacht habt. Mache dir immer wieder bewusst, dass das alles ebenfalls langfristig von großer Wichtigkeit ist und das Fundament bildet für ein zufriedenes und glückliches Leben eines Menschen. Eine sichere Bindung, eine kraftvolle Eltern-Kind-Beziehung und der bindungsorientierte Umgang auf Augenhöhe ist von unglaublich hohem Wert für jeden Einzelnen, für deinen Kind sowie für dich und ebenfalls im Gesamten für die Welt und ich bin glücklich darüber, dass dies immer mehr Eltern bewusst wird.

Wie erlebst du diese herausfordernde Zeit mit deinem Kind? Hat dich mein Artikel weitergebracht? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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Alles Liebe

PS: Teilweise kann die Trotzphase geprägt sein von sehr starken und emotional gewaltigen Verhaltensweisen des Kindes und ich kann nachvollziehen, dass es zur Beunruhigung der Eltern führt. Solltest du stark verunsichert sein und wünschst dir eine individuelle und bindungsorientierte Beratung, dann kannst du mich gern zum Coaching kontaktieren.

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