Schwanger und stillen – (Wie) Geht das?

Schwanger und weiter stillen, (Wie) Geht das überhaupt? Ist das gefährlich für das ungeborene Baby? Was gilt es zu beachten? Hier erfährst du Wissen und ich berichte von meinen Erfahrungen zur zweiten Schwangerschaft. Über Abstillen, Langzeitstillen, Tandemstillen & Schmerzen beim Stillen.
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Schwanger und stillen?

Die Regel bleibt aus, die Frau fühlt schon seit einigen Tagen eine Veränderung ihres Körpers (oder auch nicht) und die Schwangerschaft wird bestätigt. Einerseits Freude pur, doch andererseits kommen Fragen auf, denn was ist mit dem Kind, was zu diesem Zeitpunkt noch stillt? Muss jetzt abgestillt werden? Und ist das Stillen während einer Schwangerschaft nicht gefährlich?

Hier meine Tipps und Erfahrungen für dich!

Druck von außen

Es ist bisher (noch) ein eher ungewöhnliches Bild, dass die Frau überhaupt „so lange“ stillt und erst recht mit Schwangerschaftsbauch. Die meisten Frauen machen dies, ohne der Öffentlichkeit davon zu berichten, was für mich selbstverständlich nachvollziehbar ist. Denn oftmals bewirkt der Druck von außen das Abstillen. Doch das muss nicht sein!

Lass dir nicht von anderen die Stillbeziehung beeinflussen!

Es geht nicht darum, was andere darüber sagen oder denken!

Weiterstillen? Abstillen?

Magst du und dein Kind weiter stillen, dann tut es. Grundsätzlich spricht nichts dagegen und es muss nicht abgestillt werden. Das Weiterstillen ist oftmals mit den positiven Nebeneffekten verbunden, dass direkt nach der Geburt die typisch anfänglichen Stillprobleme, wie Milchstau oder Brustentzündung, nicht auftreten bzw. sehr schnell mithilfe des älteren Stillkindes gebessert werden können.

Manche Kinder stillen sich von selbst ab, meist deswegen, weil ihnen die Milch, die sich in der Schwangerschaft verändert, nicht mehr schmeckt oder/und die Milchmenge zurückgeht. Das kann auch sehr plötzlich sein und innerhalb weniger Tage geschehen.

Andere Kinder stillen weiter, auch wenn (fast) keine Milch mehr kommt. Das wird „Trockenstillen“ genannt.

Es kann auch sein, dass du abstillen magst, da sich das Stillen unangenehm für dich anfühlt. Beispielsweise können deine Brustwarzen empfindlicher werden oder gar wund und dann schmerzt es oder du hast keine Freude mehr am Stillen durch die hormonelle Veränderung.

Vielleicht hast du ständige Gefühlsschwankungen und bist hin- und hergerissen, ob nun Weiter- oder Abstillen das Richtige für euch ist. All das ist möglich und natürlich.

Ist das Stillen während der Schwangerschaft gefährlich?

Dein Stillkind wird deinem ungeborenen Kind keine Nährstoffe entziehen. Bevor das passieren kann, würde dein Körper die Bereitstellung der Milch abstellen und dann deine eigenen Reserven angreifen.

Wichtig ist, dass du auf eine ausgewogene, abwechslungsreiche und nährstoffhaltige Ernährung achtest und genug trinkst. Doch das solltest du auch so – egal, ob Schwangerschaft bzw. Stillzeit oder nicht. Zu unserer bevorzugten Ernährungsweise habe ich hier etwas geschrieben: „Gibt es die perfekte Ernährung für alle Menschen?“.

Hin und wieder wird das Abstillen empfohlen mit dem Argument, dass das Weiterstillen eine Früh- oder gar Fehlgeburt begünstigen würde durch die Oxytocinausschüttung. Es stimmt, dass das Hormon Oxytocin, das während des Stillens (und übrigens u. a. auch beim Sex) ausgeschüttet wird und den Milchspendereflex auslöst, auch Kontraktionen der Gebärmutter herbeiführen kann. Doch diese sind normalerweise zu schwach, um vorzeitige Wehen auszulösen. Ist der Körper bereit für die Geburt, dann ist die Gebärmutter empfindlicher für Oxytocin. Das heißt, dass Stillen und ebenso Sex in dieser Zeit (also kurz vor der sowieso eigentlich bald beginnenden Geburt) die Geburt „anstupsen“ und auch die Wehentätigkeit intensivieren kann. Doch Stillen während der Schwangerschaft ist kein Auslöser für Früh- oder Fehlgeburten und es muss deswegen nicht abgestillt werden.

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Schwanger und stillen: Meine eigenen Erfahrungen

Als ich nach der ersten Geburt das erste Mal wieder eine Blutung hatte, begann ich mir viele Gedanken zu diesem Thema zu machen. Gern wollte ich ein zweites Kind, doch deswegen die Stillbeziehung abbrechen, das wollte ich ungern.

Ich informierte mich dazu umfangreich und sprach mit anderen Müttern. Die verschiedensten Berichte bekam ich dazu. Einige erzählten mir, dass das Abstillen des Kindes problemlos erfolgte, teilweise auch sehr plötzlich und unvorhergesehen für die Mutter kam. Andere stillten ihre Kinder wegen den Schmerzen, besonders im 5. oder 6. Schwangerschaftsmonat, ab und fühlten sich dadurch freier. Wieder andere Mütter bereuten diese Entscheidung im Nachhinein und waren unglücklich damit. Und dann traf ich noch auf Mütter, die mir mitteilten, dass die Kinder der Schwangerschaft hindurch problemlos tranken und sie dabei keine oder nur wenig Schmerzen hatten.

Optimistisch und offen

Ich besprach mit Chris, meinem Mann, die Thematik und wir entschieden positiv gestimmt und offen heranzugehen. So wurde ich schwanger und stillte weiter. Unsere große Tochter war zu diesem Zeitpunkt etwas über zwei Jahre alt.

Anfangs spürte ich kaum eine Veränderung. Die Milchmenge blieb, unsere Tochter beschwerte sich nicht und trank genauso gern wie zuvor. Ungefähr im 3. Schwangerschaftsmonat lies das dann nach. Sie trank weniger und aß entsprechend mehr. Ich stellte mich auf das Abstillen ein, doch kurze Zeit später wollte sie plötzlich wieder öfter stillen. Die Milch war zurückgegangen und das Stillen war für mich nicht mehr so angenehm. Ich ließ sie nur noch kurz trinken und das Einschlafstillen klappte nicht mehr. Darüber war unsere Tochter natürlich frustriert, aber mit etwas Kreativität und Geduld fanden wir ein anderes „Einschlafritual“.

Im 5. Schwangerschaftsmonat stieg die Milchmenge bei mir wieder an und das Stillen wurde in Folge dessen angenehmer. Dann zu Ende der Schwangerschaft, circa die letzten 2 bis 3 Wochen, war die Milch fast komplett weg, was unsere Tochter traurig machte. Sie wollte trotz dessen gern weiter stillen, was mich nicht störte, und so stillte ich sie trocken.

Nach ungefähr zwei Wochen Trockenstillen schmerzten meine Brustwarzen und ich reduzierte die Häufigkeit und Länge des Stillens stark. Als unsere zweite Tochter dann geboren war, war die Freude von unserer ersten groß, da ihre geliebte „Mumi“ wieder da war.

Milchstau und Ähnliches konnte ich durch das frühzeitige Erkennen und entsprechende Gegenwirken gut bewältigen und das Tandemstillen spielte sich ein.

Ich besprach mit Chris, meinem Mann, die Thematik und wir entschieden positiv gestimmt und offen heranzugehen. So wurde ich schwanger und stillte weiter. Unsere große Tochter war zu diesem Zeitpunkt etwas über zwei Jahre alt.

Anfangs spürte ich kaum eine Veränderung. Die Milchmenge blieb, unsere Tochter beschwerte sich nicht und trank genauso gern wie zuvor. Ungefähr im 3. Schwangerschaftsmonat lies das dann nach. Sie trank weniger und aß entsprechend mehr. Ich stellte mich auf das Abstillen ein, doch kurze Zeit später wollte sie plötzlich wieder öfter stillen. Die Milch war zurückgegangen und das Stillen war für mich nicht mehr so angenehm. Ich ließ sie nur noch kurz trinken und das Einschlafstillen klappte nicht mehr. Darüber war unsere Tochter natürlich frustriert, aber mit etwas Kreativität und Geduld fanden wir ein anderes „Einschlafritual“.

Im 5. Schwangerschaftsmonat stieg die Milchmenge bei mir wieder an und das Stillen wurde in Folge dessen angenehmer. Dann zu Ende der Schwangerschaft war die Milch fast komplett weg, was unsere Tochter traurig machte. Sie wollte trotz dessen gern weiter stillen, was mich nicht störte, und so stillte ich sie trocken.

Nach ungefähr zwei Wochen Trockenstillen schmerzten meine Brustwarzen und ich reduzierte die Häufigkeit und Länge des Stillens stark. Als unsere zweite Tochter dann geboren war, war die Freude von unserer ersten groß, da ihre geliebte „Mumi“ wieder da war.

Milchstau und Ähnliches konnte ich durch das frühzeitige Erkennen und entsprechende Gegenwirken gut bewältigen und das Tandemstillen spielte sich ein.

Schwanger und stillen: Jede Stillbeziehung ist individuell

Manche Frauen entscheiden sich für das Abstillen, andere für das Weiterstillen. Setz dich nicht unter Druck, weder von außen, noch von innen! Frag dich selbst, ob du wirklich ab- bzw. weiter stillen willst und fühl in dich rein. Vertrau dir selbst, du weißt, was das Beste für euch ist!

Wie sind deine Erfahrungen mit dem Stillen während der Schwangerschaft? Hast du abgestillt oder wollte dein Kind nicht mehr trinken? Und wie ging es dir dabei? Ich freue mich auf deinen Kommentar zum Thema „Schwanger und stillen“!

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Alles Liebe

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2 Comments
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Susan

Hallo liebe Julia ,ich geb dir gerne meine Erfahrung weiter da ich euch voll sympathisch finde und mit euren Themen in Resonanz trete. In meiner 2ten SS dachte ich genauso wie du und das stillen in der ss selber war Proplemlos. Ich habe dann 3 Monate Tandem gestillt, die Große war damals genau 2 geworden und sehr anhänglich.Die erste Woche war die beste dann kam es in der Nacht immermehr zukonflikten.Einer schreite immer weil er die Brust forderte aber der andere noch nicht fertig war.Meine Vision mit beiden gleichzeitig an der Brust wollte einfach nicht funktionieren.Tagsüber hat es fast immer… Weiterlesen »

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