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Gibt es die perfekte Ernährung für alle Menschen?

Gibt es die perfekte Ernährung für alle Menschen? Dieser Frage gehe ich nach und berichte über die Erfahrungen, die wir als Familie bei der Ernährung gemacht haben. Einen Einblick dazu und wie wir es letztlich handhaben, das erfährst du im Artikel. Und damit wird direkt die an uns häufig gestellte Frage beantwortet: Wie ernährt ihr euch denn?
Beitragsbild Unsere Erfahrungen mit veganer Ernährung und der Weg zu Weston Price

Ernährungsrichtungen gibt es viele. Folglich wird über die eine, perfekte Ernährung, die zu jedem Menschen passt, viel diskutiert. Doch gibt es die überhaupt?

Wir, mein Mann Chris und ich, haben schon Verschiedenes ausprobiert. Zuckerfrei, Intervallfasten, Trennkost, haben uns völlig intuitiv ernährt, die Methusalem, Ayurveda, Low Carb, vegane Ernährungsweise und mehr getestet. Bis wir einen für uns passenden Weg in die traditionelle Ernährung gefunden haben.

Willst du Einblick in unsere Ernährung haben, dann schau gern auf den Telegram-Kanal von Chris vorbei: https://t.me/traditionellkochen Aber Achtung! Dort wird nichts geschönt.

 

Bewusstsein der Ernährung

Als Chris und ich zusammenzogen, ernährten wir uns schon etwas bewusster. Es war ein Mix aus regionalen, biologischen und selbstgemachten Lebensmitteln sowie industriell verarbeiteten Dingen.

Beispielsweise gab es Brötchen vom Bäcker mit selbstgemachter Marmelade, Honig und Schokoaufstrich. Zudem Käse (gern von der regionalen Käserei) und Wurst (von regionale Fleischer). Einmal am Tag kochten wir frisch und experimentierten gern herum. Somit gab es Aufläufe, Suppen, Salatvariationen und mehr.

Worauf wir schon damals achteten war, dass das Fleisch, was bei uns zu Hause auf die Teller kam, aus vertretbaren Quellen stammte. Rückblickend gesehen sind einige dieser damals gewählten Quellen nun für uns nicht mehr so stimmig, doch andere nach wie vor (bspw. ortsansäßige Jäger, Privatschlachtungen, Selbstschlachtung usw.). 

Weiter verzichteten wir überwiegend auf Soft-Getränke und die typischen Chips- oder Süßigkeiten-Orgien auf dem Sofa am Abend gab es auch nicht. Der Fernseh dazu fehlte sowieso.

Ab und an ging es in Restaurants unserer Wahl, wir fuhren auch mal zur goldenen Möwe oder es gab Döner oder Pizza.

Ernährungsumstellung durch Schwangerschaft

Als wir dann wussten, dass ich schwanger war, stellten wir unsere Ernährung ziemlich radikal auf Bio um. Wir kauften zeitweise tatsächlich nur noch Bio und die Schwiegermutter staunte darüber, dass wir alles, selbst Torten in Bioqualität backen konnten, ohne dass es fad schmeckte.

Mit der Geburt unserer ersten Tochter stellten wir noch weitere Lebensbereiche um und bildeten uns in verschiedene Richtungen weiter.

Ernährungsbezogen begannen wir mit Gartenanbau, machten alles Mögliche haltbar, fermentierten und versorgten nicht nur einen Kombucha (Pilzkultur für Grüntee), sondern pflegten herzerwärmend den Sauerteig. Chris experimentierte mit dem Backen von Sauerteigbrot und -brötchen und schließlich kauften wir uns sogar eine kleine Getreidemühle. Tierische Produkte bekamen wir aus uns persönlich bekannten Quellen. Und ein Schaf und ein Kaninchen besaßen wir ebenfalls. Diese wurden artgerecht gehalten bei einem Freund bis zur Schlachtung.

Wir waren sehr konsequent und pingelig in unserer Ernährung bzw. der Lebensführung allgemein. zufrieden. Trotz Verzicht von gewissen Produkten waren wir zufrieden.

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Unsere Erfahrungen mit vegan - eine perfekte Ernährung?

Irgendwann wurde dann das Thema Veganismus präsent. Besonders in den alternativen Kreisen, doch auch medienweit wurde Vegansein gehypt. Wir wurden von Menschen gefragt, weshalb wir uns nicht vegan ernähren. Wir nennen uns schließlich NaturFamilie und da gehöre vegan doch dazu! Ja, wir wurden sogar als Mörder beschimpft… Und schließlich kam Chris auf die Idee: Wir könnten es doch mal versuchen mit vegan.

Ich äußerte dazu meine kritischen Gedanken, doch wollte mich Neuem auch nicht verschließen und stimmte letztlich dem Versuch zu. Chris belas sich und fragte sogar einen roh-veganen Ernährungsberater auf was er achten muss. Und dann starteten wir mit vegan.

Nunja. Lange hielten wir es nicht aus. Nach einigen Monaten beschlossen wir: Für uns ist das nichts!

Unser Energielevel ging rapide in den Keller, wir waren extrem müde (kannten wir vorher überhaupt nicht von uns), hatten Hautunreinheiten und kränkelnden. Trotz verschiedenen, toll bewerteten Rezepten, kamen wir nicht auf den Geschmack. Viele vegane Alternativen (wie Reisdrink, Sojasahne, Vegankäse, Margarine und Co.) fielen schon beim kritischen Blick auf die Inhaltsangaben für uns durch, spätestens dann bei der Kostprobe bzw. Verarbeitung. Im Allgemeinen war uns diese Ernährungsform zu kompliziert und unnatürlich mit all den Supplementen.

Wir wurden skeptisch und fragten nach. Bei Leuten, die sich über viele Jahre schon vegan und/oder roh-vegan ernährten, bei anderen, die sich lange Zeit vegan ernährten und es wieder sein ließen. Die einen meinten, dies seien „Entgiftungserscheinungen“ und da die Entgiftung täglich stattfindet, wäre dies „normal“. Die anderen sagten, dies wäre bei ihnen der Grund gewesen, damit aufzuhören, denn es ging manchen von ihnen selbst nach 3 bis 5 Jahren nicht besser.

Ernährungsumstellung hin zu ursprünglichen Werten

Die Geburt unserer zweiten Tochter stand an und als ich einige Tage später mich genauer meinen Zähnen widmete, entdeckte ich Karies.

Mir wurde heiß und kalt, ich bekam Furcht und hatte Wut. Karies? Ich hatte bisher stets gesunde Zähne und jetzt sollte ich Karies haben? Woher kommt das? Mir fiel der Spruch ein: „Ein Kind, ein Zahn“ und nach kurzer Recherche dämmerte mir: Das hängt mit der Ernährung zusammen! Ich begann tiefer zu suchen.

Schon bald stieß ich auf Weston Price und seine Erkenntnisse. Price war ein amerikanischer Zahnarzt und Ernährungswissenschaftler, welcher sich fragte, was die Gründe sind für all die Zahnkrankheiten, mit denen er in der modernen Welt konfrontiert wurde. Er nahm verschiedene Naturvölker und Kulturen abseits der „westlichen“ Zivilisation genauer unter die Lupe. Was er dabei feststellte? Dass die Zahngesundheit (bzw. allgemein die menschliche Gesundheit) eng mit der Ernährung im Zusammenhang steht.

Nachdem ich mich etwas näher damit auseinandersetzten, stellten wir sofort die Ernährung um. Tierisches Eiweiß, Fette, Innereien, Rohmilch und Rohmilchprodukte, Sauerkraut und andere Fermente kamen auf den Speiseplan. Wir aßen Sauerteigbrot dick mit Weidemilchbutter und Rohmilchkäse, Suppen mit Gemüse, Salate mit Sauerkraut und Käsestücke, fetten Fisch mit Buttergemüse. In den Rohmilchquark mischten wir Rohmilchjoghurt, rohes Eigelb und Früchte. Zusätzlich nahmen wir hochwertiges Lebertran ein.

Uns ging es schnell besser. Wir waren wieder fit und munter, hatten Energie für den Tag mit unseren zwei Kindern und zusätzlichen Projekten, wir fühlten uns gesund und mental stark, widerstandsfähig.

Einige Zeit später (etwa 2 Wochen nach der Umstellung) bemerkte ich mit großer Freude: Die Kariesstelle wächst nicht! Sie stagniert! Yeah! Was für ein Erfolg! Denn das Sprichwort „Ein Kind, ein Zahn“ muss eben nicht zutreffen, wenn die Nährstoffversorgung passt!

Flexibilität ist gefragt

Als wir dann auf unserer Reise auf Reiserucksäcke wechselten und der Flug nach Südamerika anstand, mussten wir uns umorganisieren. Der Sauerteig kam übrigens mit, doch natürlich gab es in diesem Land nicht einmal ansatzmäßig die Lebensmittelqualität wie im deutschsprachigen Raum. Wir mussten flexibler werden und trotz den negativen Seiten daran, war bzw. ist es letztlich die beste Erfahrung, die im Leben gemacht werden kann: Abseits von den Dogmen, von eingefahrenen Straßen, neue Wege finden.

Zurück in Deutschland nahmen wir die Ernährung nach Weston Price (WP), die sogenannte traditionelle Ernährung, wieder intensiver auf. Zwischenzeitlich setzten wir auch die GAPS-Ernährung um. Und wir fanden zu unserem Lieblingsbauernhof mit Bioland-Qualität und herzlichen Menschen! An dieser Stelle: Die besten Grüße und Wünsche an euch!

Perfekte Ernährung - Zwischenüberschrift

Nun sind wir wieder reisend und inzwischen handhaben wir eines klar: Wir sind keine dogmatischen WP-Verfechter! Wir orientieren uns an der traditionellen Ernährung, lassen vieles davon in unseren Alltag mit einfließen, doch sind wir auch nicht total verkopft damit. Alles, was zum backen ist wie Pizza, Eierkuchen, Kuchen, Kekse und so weiter machen wir mit Sauerteig (sogar im Wohnmobil, ohne Backofen). Haben wir Lust auf Nudeln, veganen Aufstrich, vegane Bratlinge oder veganen Kuchen, dann gibt es das. Sind wir irgendwo eingeladen, dann essen wir das, was es gibt. Nicht alles, sondern je nach unserer inneren (Herzens-) Stimme.

Wir machen gerne Dinge selbst und kaufen sehr wenig Fertigprodukte. Bevorzugen bio und regional. Weiter ist uns wichtig, dass wenige oder keine Zusatzstoffe drin sind. Süßigkeiten gibt es nicht in Masse, sondern in Maß. Wir vermischen, probieren aus, sind experimentierfreudig und nehmen uns das, was sich gut anfühlt und gut tut. Das kann jeden Tag anders aussehen und es kann auch Tage hintereinander ähnlich sein.

Sollen wir jetzt unsere Ernährung beschreiben, würde ich sagen, dass es ein Mix ist aus Intuition, ursprünglichen Werten (sprich traditionelle Ernährung) und anderen Ernährungsrichtungen.

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Gibt es die perfekte Ernährung für alle Menschen?

Es gibt inzwischen sooo viele verschiedene Ernährungsweisen. Vegetarisch, (Roh-) Vegan, Frutarier, Paleo, Ayurveda, Low Carb, Basenfasten und so weiter. Die Diskussion, was nun DIE perfekte Ernährung ist, wird hitzig debattiert. Jeder weiß es besser und alle Aussagen sind belegbar durch irgendwelche Studien. Dazu gibt es natürlich wieder Gegenstudien.

Ich bin der Meinung, dass es nicht DIE eine, DIE perfekte Ernährungsform für ALLE Menschen gibt. Denn:

Jeder Mensch ist individuell. Warum sollte dann die Ernährung nicht auch individuell sein?

Für uns ist es so perfekt wie wir es handhaben. Für dich kann das ganz anders sein! Und das ist völlig okay!

Hier habe ich rein über unsere Erfahrungen und unseren Weg geschrieben.

Damit sage ich nicht, dass Veganismus, Paleo, Trennkost und Co. per se Mist sind. Ich kenne Menschen, die sich so, ähnlich und ganz anders ernähren und damit zufrieden und gesund sind. Und wir selbst haben in den verschiedenen Ernährungsrichtungen einige Inspirationen gefunden, die wir bei uns mit integriert haben. Wir sind, wie bereits geschrieben, flexibel und experimentierfreudig.

Dennoch sind unsere Überzeugungen klar und diese sind pro der Erkenntnisse von Weston Price (traditionelle Ernährung) und der GAPS-Ernährung. Es fühlt sich für uns stimmig, logisch und natürlich an. Und so lebt eben jeder in seiner eigenen Wahrheit.

Willst du mehr erfahren über traditionelle Ernährung, den Grundpfeilern dabei und wie wir diese in unserem Leben umsetzen, dann schau gern auf den Telegram-Kanal von Chris: https://t.me/traditionellkochen

Bild Unsere Erfahrungen mit veganer Ernährung und der Weg zu Weston Price

Wie sieht deine Ernährung aus?

Und da ich neugierig bin, wer hier liest, bist du jetzt dran! Schreib mir im Kommentar, was die beste Ernährung für DICH ist! Magst du vielleicht auch dein liebstes Rezept mit uns teilen? Ansonsten freue ich mich sehr darüber, wenn du meinen Artikel teilst und so mehr Menschen zu mir finden. Damit wertschätzt du mein Tun und ich danke dir sehr dafür!

 

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Magst du gern weiterlesen? Schau auf die Beitragsübersicht. Dort findest du verschiedene Artikel zur bewussten Elternschaft. Viel Spaß beim Stöbern!

Alles Liebe

Unterschrift Julia NaturFamilie

Falls du noch mehr Infos darüber magst wie wir die traditionelle Ernährung in unserer Familie umsetzen, dann schau gern auf den Telegram-Kanal von Chris vorbei: https://t.me/traditionellkochen

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